INHIBITORISCHE INNERVATION DES IRIS-SPHINCTERS

Abstract

Es wird der Nachweis erbracht, dass die Stimulation des zervikalen Sympathikus oder seiner Endplatten im entsprechenden Auge eine leichte, aber signifikante Erweiterung der zuvor durch Ergotoxin zu einem Schlitz verengten Pupille hervorrufen kann. Außerdem tritt diese Erweiterung häufiger auf, wenn die Faradisierung unmittelbar auf die Aufhebung der parasympathischen Kontrolle des Schließmuskels durch Atropin folgt. Da die Ergotoxin-Konstriktion durch Lähmung der motorischen sympathischen Endigungen in den Dilatatorpupillen und durch direkte Muskelwirkung auf den Sphinkter hervorgerufen wird, lässt sich die Dilatation unter Sympathomimetika oder durch Faradisierung des zervikalen Sympathikusnervs entweder durch die Annahme erklären, dass eine unvollständige Okklusion der motorischen sympathischen Impulse durch die verwendete Ergotoxindosis hervorgerufen wurde, oder durch die Annahme, dass dieser Nerv eine hemmende Wirkung auf den Iris-Sphinkter aufweist.

Ausgehend von den vorgelegten Daten scheint die letztere Vermutung am plausibelsten. Die Erklärung der Mydriasis unter sympathomimetischen Wirkstoffen erfordert daher die Einbeziehung der hemmenden sympathischen Innervation des Schließmuskels sowie der motorischen sympathischen Innervation der Dilatatormuskeln der Iris.

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